Onlinehandel: Plus reicht nicht für alle

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Umsatzminus bei Bekleidung

Im April haben die deutschen Onlinehändler den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt lag der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte ein Brutto-Volumen (inklusive Mehrwertsteuer) von 6,82 Milliarden Euro, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) auf Grundlage der übers ganze Jahr erhobenen Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ mit.  Allerdings konnten noch nicht alle Sortimente ihr Minus des Vormonats  ausgleichen. Addiert man die Monate März und April, liegt der Brutto-Umsatz im Segment „Bekleidung“ mit 1,75 Milliarden Euro noch um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Bei Schuhen fällt das Minus mit 11,3 Prozent noch deutlicher aus. Schlusslicht bilden die Sortimente Schmuck/Uhren mit -40,3 Prozent und Auto&Motorrad/Zubehör mit -23,7 Prozent.

Dass dennoch der April den schwachen März mit einem kumulierten Plus von 2,3 Prozent kompensieren konnte, liegt insbesondere am starken Wachstum der Kategorien Lebensmittel (+101 Prozent), Medikamente (+87,3 Prozent), Drogeriewaren (+55,1 Prozent) und Tierbedarf(+20,2 Prozent). Gerade diese Sortimente waren allerdings in der Lockdown-Phase kontinuierlich auch im stationären Handel zu erhalten. „Die enormen Steigerungen bei den Gütern des täglichen Bedarfs zeigen vor allem, dass die Verbraucher in Deutschland den Onlinehandel als verlässlichen Versorger, gerade in solch einer Krise, schätzen und nutzen“, sagt bevh-Präsident Gero Furchheim. Von Januar bis April hat der E-Commerce ein Brutto-Volumen von 23,3 Milliarden Euro erzielt. Trotz der Corona-bedingten Delle im März liegt der Branchenumsatz damit 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert.