EK/servicegroup: KI für den Mittelstand

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Pilot wird von NRW-Regierung gefördert

„Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ – Zu den fünf Initiativen, die von der NRW- Landesregierung gefördert werden, zählt auch das KI-Projekt, das im Warendorfer Modehaus Ebbers gemeinsam mit der Bielefelder EK/servicegroup, dem Frankfurter KI Software- Unternehmen Panther Solutions und dem Retail Artificial Intelligence Lab (retAIL) des Lehrstuhls von Prof. Dr. Reinhard Schütte an der Universität Duisburg-Essen umgesetzt wird. „Die großen Vorteile des stationären Fachhandels gegenüber dem reinen Online-Händler heißen einfach gesagt: Anschauen, Erleben, Mitnehmen. Und im Modebereich auch noch Anprobieren. Wir haben festgestellt, dass es neben der eigentlichen Auswahl und Preisstellung der Sortimente darauf ankommt, wo im Laden welche Produkte positioniert werden. Daraus ist letztlich die Projektidee KIEPO – Künstliche Intelligenz im Einzelhandel zur Produktplatzierungs- Optimierung – entstanden. Wir freuen uns sehr, dass unser Vorhaben finanziell vom Land NRW unterstützt wird“, sagt der Inhaber des Modehaus Ebbers, Christoph Berger.

Bei KIEPO geht es um die Erforschung verkaufsbezogener Entscheidungen im Einzelhandel. Auf Basis der Software-Lösung „Panther Pricing“ von Panther Solutions sollen die Prognosen künftiger Artikelverkäufe und das Know-how über die Wirkung von Kaufimpulsen optimiert werden. „KI-Kompetenz ohne Branchenexpertise ist wie eine Bazooka ohne Zielfernrohr und führt selten zu guten Ergebnissen. Unsere Pricing Software ist bei Ebbers bereits im Einsatz“, sagt Nils Streitbürger, Gründer von Panther Solutions. Die Software „Panther Pricing“ nutzt KI-basierte Algorithmen zur automatisierten Generierung von Preisempfehlungen für Einzelhändler im stationären Handel wie im E-Commerce. Mit Hilfe elektronischer Preisetiketten wird das dann bei Ebbers im Laden umgesetzt. Das Retail Artificial Intelligence Lab (retAIL) des Lehrstuhls von Prof. Dr. Reinhard Schütte an der Universität Duisburg-Essen entwickelt die wissenschaftlichen Grundlagen für die Umsetzung in der Praxis: „Die erhobenen Informationen fließen anschließend mit weiteren Daten, wie Stammdaten, Bewegungs- und Transaktionsdaten, zusammen und bilden die Grundlage für die Entwicklung eines KI-Modells zur optimalen Kombination von Platzierung und Preissetzung“, sagt Reinhard Schütte. Nach Projektabschluss wollen die Bielefelder die gemeinsam entwickelte Lösung im Handel zum flächendeckenden Einsatz bringen. „Wir schaffen hier ein objektiviertes Steuerungsinstrument zur spürbaren Steigerung von Umsatz und Gewinn, dass es so im Einzelhandel noch nicht gibt. KIEPO führt unsere Händler in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Susanne Sorg, Vorstandsmitglied der EK/servicegroup.