Galeria Karstadt Kaufhof erhält Staatskredit

©Galeria KAUFHOF

Bis zu 460 Millionen Euro

Die Bundesregierung will den Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof mit einem Darlehen von bis zu 460 Millionen Euro stützen. Das berichten Medien unter Berufung auf Informationen der dpa. Demnach hat der Ausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) einem sogenannten Nachrangdarlehen zugestimmt. Dies mit dem Argument, dass die Filialen als wichtiger Anziehungspunkt in Deutschlands Innenstädten fungieren. Ein Argument, mit dem auch der Handelsverband Deutschland Hilfen für den Konzern eingefordert hatte. Allerdings sind den Berichten zufolge die Hilfen an umfangreiche Auflagen und rechtliche Vorgaben geknüpft. Auch werde eine „angemessene Verzinsung“ fällig, heißt es weiter.

Der Warenhauskonzern war zuvor schon in Schieflage geraten und hatte während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens beantragen müssen. Das Insolvenzverfahren wurde Ende September abgeschlossen. Mehr als 40 Filialen sollten schließen und gut 4000 Stellen abgebaut werden. Zudem wurden Schulden von mehr zwei Milliarden Euro Schulden erlassen. Knapp 130 Kaufhäuser und mehr als 16.000 Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben.