Bangladesh Accord verlängert

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NGOs optimistisch

Die NGO-Unterzeichner des Bangladesch-Abkommens begrüßen die neue verbindliche Vereinbarung zur Arbeitnehmersicherheit. Die Vertreter der Arbeitsrechtsgruppen seien überzeugt, dass jede Marke, die das Leben der Arbeiter schätze das Internationale Abkommen für Gesundheit und Sicherheit in der Textil- und Bekleidungsindustrie, den Bangladesh Accord, unterzeichnen werde, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund: Bekleidungsmarken und Gewerkschaften haben heute die Einigung über ein neues internationales Abkommen für Gesundheit und Sicherheit in der Textil- und Bekleidungsindustrie vermeldet, wodurch das Modell des Bangladesch-Abkommens zum Schutz der Arbeitnehmersicherheit erweitert wird. Die Unterzeichner von Nichtregierungsorganisationen (Zeugenunterzeichner) des Bangladesh Accord – Clean Clothes Campaign, Worker Rights Consortium, Maquila Solidarity Network und Global Labour Justice – International Labour Rights Forum – gaben dazu folgende Erklärung ab: „Wir begrüßen und freuen uns auf die Unterzeichnung dieses neuen internationalen Sicherheitsabkommens, das die wesentlichen Elemente des bahnbrechenden Modells des Bangladesch-Abkommens beibehält: rechtliche Durchsetzbarkeit der Verpflichtungen der Marken, unabhängige Überwachung der Markenkonformität, die Pflicht Lieferanten, Preise zu zahlen, die ausreichen, um sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten, und die Verpflichtung, Geschäfte mit Fabriken einzustellen, die den sicheren Betrieb verweigern. Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen in diesem Sommer wird sicherstellen, dass die umfassenden Sicherheitsgewinne, die das Abkommen in Bangladesch gebracht hat, beibehalten und ausgebaut werden.“

Das Modell aus Bangladesch soll acht Jahre nach der Einführung auch auf andere Länder ausgeweitet werden, in denen das Leben der Arbeiter gefährdet ist. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass dieser Schritt nun schnell und vorbehaltlos zum Wohle der Textil- und Bekleidungsarbeiter in Angriff genommen werde. Im Rahmen der neuen Vereinbarung wird die Fortsetzung der in Bangladesch in den letzten acht Jahren erzielten Fortschritte im Bereich Brand- und Gebäudesicherheit sowie die Ausweitung des Programms über Bangladesch hinaus durch die Arbeit des Accord-Sekretariats sichergestellt. Dieses ist ein unabhängiges Aufsichtsgremium mit der Befugnis zur Überprüfung und Durchsetzung der Markenkonformität. Wichtig sei, dass nur Marken, die bereit seien, die neue durchsetzbare Vereinbarung zu unterzeichnen, Inspektionen und andere Dienstleistungen des RMG Sustainability Council (RSC) in Bangladesch in Anspruch nehmen könnten, um gleiche Wettbewerbsbedingungen ohne Doppelmoral zu erlangen. Es sei zudem von besonderer Bedeutung, dass auch die Marken und Einzelhändler, die das ursprüngliche Abkommen nicht unterzeichnet hatten, dem neuen Abkommen beitreten. „Diese Vereinbarung wird die lang erwartete Ausweitung dieses Modells einleiten, das Marken gegenüber anderen Ländern, in denen das Leben von Arbeitnehmern weiterhin gefährdet ist, rechtlich zur Rechenschaft zieht. In vielen dieser Länder fordern Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechtsorganisationen seit Jahren wirksame Maßnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit. Wir freuen uns, dass diese Vereinbarung nun wirklich international wird und darauf, dass sie bald auf die Länder ausgeweitet wird, in denen der Bedarf am größten und die Nachfrage am größten ist“, sagt Ineke Zeldenrust, internationale Koordinatorin der Clean Clothes Campaign. „Bekleidungsarbeiter in Bangladesch starben früher zu Dutzenden und Aberhunderten bei der Herstellung von T-Shirts und Pullovern für die weltweit führenden Bekleidungsmarken. Das Abkommen hat diesem Horror ein Ende gesetzt. Vorausgesetzt, dass genügend Marken unterzeichnen, wird diese neue Vereinbarung sicherstellen, dass sie niemals zurückkehrt“, ergänzt Scott Nova, Executive Director des Worker Rights Consortium, sagte