LUDWIG BECK: 2021 mit Gewinn

©LUDWIG BECK AG

Sondereffekte

Der Münchner Modekonzern LUDWIG BECK musste auch im vergangenen Jahr mit den drastischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und das Konsumverhalten der Bevölkerung zurechtkommen. Mit 56 Verkaufs-Lockdowntagen sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 40 Tagen nochmals deutlich angestiegen, teilen die Münchner bei Vorlage ihrer Bilanz 2021 mit. Dies habe wieder einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gehabt. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte LUDWIG BECK (inklusive Online) einen Bruttoumsatz in Höhe von 66 Millionen Euro (Vorjahr: 60,4 Millionen Euro). Der reine Warenumsatz belief sich auf 65,6 Millionen Euro (60,1 Millionen Euro). „Das erste Halbjahr 2021 war massiv geprägt durch den 10-wöchigen Lockdown und anschließend durch eingeschränkte Zutrittsmöglichkeiten zum Kaufhaus. Erst Ende Mai entspannte sich die Situation und LUDWIG BECK konnte wieder normal öffnen. Im Weihnachtsgeschäft gab es erneute Einschränkungen durch die behördlich verhängte 2G-Regel für den Einzelhandel. Einzig erfreulich entwickelte sich das Online-Geschäft, das die Umsatzeinbrüche des stationären Handels jedoch nicht kompensieren konnte“, heißt es in einer Mitteilung.

Entsprechend der Umsatzentwicklung lag der Nettorohertrag bei 25,4 Millionen Euro (20,5 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 6,6 Millionen Euro (-1,9 Millionen Euro). Dabei beeinflussten Sonderfaktoren, wie beispielsweise der Ertrag aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von 5,7 Millionen Euro sowie Gewinne aus Immobilienveräußerungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro das EBIT positiv. Das Finanzergebnis betrug -2,3 Millionen Euro (-2,4 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte mit allen Sonderfaktoren von -4,3 Millionen Euro auf 4,3 Millionen Euro gedreht werden. Um die negativen Folgen auf die Liquidität des Unternehmens abzufedern, hatte LUDWIG BECK bereits im Geschäftsjahr 2020 ein mittelfristiges LfA-Darlehen in Höhe von 10 Millionen Euro aufgenommen. Da für das Geschäftsjahr 2021 kein Bilanzgewinn ausgewiesen werde, könne auch keine Dividende ausgeschüttet werden.

Eine konkrete Einschätzung der weiteren Konjunkturentwicklung sei aufgrund der immer noch anhaltenden COVID-19-Pandemie mit weiterhin unwägbarem Infektionsgeschehen und den daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft schwierig. Auch führe der Krieg in der Ukraine zu gestiegenen Energiepreisen und die hohe Inflation ließe die Kauflaune deutlich sinken, schränkt das Management beim Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr ein. „Bei einem sich einigermaßen normalisierenden Geschäftsverlauf mit einem wieder stattfindenden Oktoberfest und einem uneingeschränkten Weihnachtsgeschäft mit Weihnachtsmärkten wie vor der Pandemie geht LUDWIG BECK von einem Bruttowarenumsatz zwischen 85 Millionen Euro und 88 Millionen Euro  und einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern (EBT) im Geschäftsjahr 2022 aus“, heißt es abschließend.