Clean Clothes Campaign kritisieren Uniqlo und s.Oliver

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Abfindungszahlungen

Ehemalige Textilarbeiter der bankrotten Fabrik Jaba Garmindo in Indonesien fordern in einem offenen Brief an den Vorsitzenden von Uniqlo (Fast Retailing) und den CEO von s.Oliver Abfindungen in Höhe von 5,5 Millionen US-Dollar. Am 22. April jährt sich zum 7. Mal der Konkurs der Jaba Garmindo-Fabrik in Indonesien. Seit 2015 kämpfen nach Angaben von Clean Clothes Campaign rund 2.000 indonesische Textilarbeiter um die ihnen gesetzlich zustehenden Abfindungen. Die Arbeiter stellten unter anderem Kleidung für Uniqlo und s.Oliver her.

Abfindungsdiebstahl sei ein bekanntes Risiko in der Bekleidungsindustrie, und Marken müssten gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und Risiken mindern. Im Fall von Jaba Garmindo hätten es sowohl Uniqlo (unter der Muttergesellschaft Fast Retailing) als auch s.Oliver versäumt, das Risiko zu mindern, und beide Unternehmen weigerten sich nach wie vor, sinnvolle Schritte zu unternehmen, um Abhilfe zu schaffen.