Primark erhöht die Preise

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Kostendruck

Der Discounter Primark hat angekündigt, Preise für ausgewählte Artikel in der zweiten Jahreshälfte zu erhöhen. Zwar habe es das Unternehmen geschafft, die Preise im Frühjahr/Sommer stabil zu halten, aber längerfristig könne man die explodierenden Beschaffungspreise nicht mehr ausgleichen. Der Eigentümer des Discounters, Associated British Foods verwies bei Bekanntgabe der Zahlen für das erste Halbjahr (5. März) auf logistische Herausforderungen, Probleme im Zusammenhang mit COVID-19 und erheblichen Inflationsdruck in allen Geschäftsbereichen. „In diesem Halbjahr kehrten der Umsatz und das Betriebsergebnis der Gruppe auf das Vor-COVID-Niveau zurück. Unsere Mitarbeiter haben auf die vielen Herausforderungen, denen wir gegenüberstanden, gut reagiert“, sagt George Weston, CEO von Associated British Foods (ABF). „Mit Blick auf die weitere Zukunft ist der Inflationsdruck so groß, dass wir ihn nicht durch Kosteneinsparungen ausgleichen können. Deshalb wird Primark selektive Preiserhöhungen bei einigen Herbst-/Winterbeständen vornehmen. Wir sind jedoch bestrebt, unsere Preisführerschaft sicherzustellen, insbesondere in diesem Umfeld größerer wirtschaftlicher Unsicherheit“, sagt Weston weiter.

Nach Unternehmensangaben hat sich das Geschäft im ersten Halbjahr hinsichtlich Umsatz und Marge stark erholt. So stieg der Umsatz um 59 Prozent auf 3,54 Milliarden GBP (4,21 Milliarden Euro) bei einer bereinigte Betriebsgewinnmarge von 11,7 Prozent. Während die Verkäufe in Großbritannien und Irland von vermehrten Urlaubsreisen und Kontakten profitierten, blieb die Frequenz in Kontinentaleuropa weiter schwach.