Otto Group: Ethischer Konsum im Wandel

©Otto Group

Trendstudie

Laut aktueller Trendstudie der Otto Group verändert sich der ethische Konsum angesichts multipler Krisen erheblich. Die Deutschen seien deutlich preissensibler geworden, orientierten sich beim Kauf aber weiter mehrheitlich an der Nachhaltigkeit der Produkte, teilt der Konzern mit. Laut Studie betrachten 62 Prozent der Befragten ethisches Konsumverhalten als festen Bestandteil ihrer Kaufüberlegungen. Wichtiger als früher ist den Menschen das langfristige Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen. 68 Prozent wünschen sich Klimaneutralität als Maßstab des ethischen Konsums und fordern Marken und Unternehmen auf, die Transformation für Klimaneutralität anzugehen. Auch die Kreislaufgesellschaft gewinnt an Bedeutung.

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Zum sechsten Mal legt das Trendbüro die Studie zum ethischen Konsum vor, die von der Otto Group initiiert und herausgegeben wird. Die aktuellen Ergebnisse zeigten, dass ethischer Konsum trotz schwieriger Rahmenbedingungen Mainstream bleibt. Zwar ist der Anteil der Befragten, die ethischen Konsum als festen Bestandteil ihrer Kaufüberlegungen angeben, um 8 Prozentpunkte zurückgegangen. Dass aber immer noch 62 Prozent der Aussage zustimmen, ist angesichts der finanziellen Belastungen der Verbraucher*innen „ein beachtliches Ergebnis“, heißt es dazu aus Hamburg. Gestützt wird diese Aussage durch die Ergebnisse der eigenen Marktforschung durch Bonsai Research und einer Metaanalyse vom Trendbüro.

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67 Prozent der Deutschen haben ihr Konsumverhalten aufgrund von Faktoren wie Corona, Inflation, Energiekrise und Klimawandel in der Kombination von Sparen und Nachhaltigkeit verändert. Klimaneutralität sei für die Befragten ein neuer Maßstab des ethischen Konsums geworden, auch wenn biologisch-regional, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit weiterhin wichtige Faktoren beim Konsum blieben. „Wir beobachten eine steigende Sensibilisierung der Menschen für die Auswirkungen des Konsums auf die Umwelt und das Klima. Die Ergebnisse zeigen, dass auch in Zeiten von Multikrisen das langfristige Ziel, die Klimakrise zu bekämpfen, nicht verdrängt wird und der nachhaltige Konsum robust bleibt. Dieser Trend ist sicherlich auch mit der Ausweitung des Produktangebots in den letzten Jahren zu erklären. Nachhaltig deklarierte Produkte gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Preisspannen“, sagt der Leiter der Studie, Prof. Peter Wippermann vom Trendbüro. „Außerdem wird die Kreislaufwirtschaft zunehmend als eine Lösung auf dem Weg dorthin begriffen. Die Menschen sind bereit, den Weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu einer Kreislaufgesellschaft mitzugehen. Der Wert ist zwar im Vergleich zu 2020 um sieben Prozentpunkte gesunken, dennoch stehen mit 75 Prozent immer noch drei Viertel aller Befragten hinter dieser Aussage“, so Prof. Wippermann weiter. „Von Unternehmen wird mehr erwartet als ein ‚Purpose Statement‘. Diese Erkenntnis aus der Trendstudie sollten Unternehmer*innen wie Unternehmen sehr ernst nehmen,“ sagt Alexander Birken, CEO der Otto Group. „Vom Reden ins Handeln kommen, ist hier die Devise. Deshalb arbeiten wir mit unseren Marken wie OTTO, Bonprix, Manufactum, Hermes oder About You konkret an nachhaltigen Lösungen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Nachhaltigkeit ist fest verankert in unserer DNA und wir haben schon vor vielen Jahren erkannt, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch und Natur zu einer ‚Licence to operate‘ wird“, sagt Birken.