Impulse
Der Umsatz im Bekleidungshandel stieg 2025 nach BTE-Berechnungen nur leicht von 56,54 auf 57,14 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Plus von rund 1 Prozent. Online-Pure-Player legten erneut zu, während der stationäre Fachhandel stagnierte. Andere stationäre Vertriebsschienen verzeichneten Rückgänge. Laut Umfrage des Handelsverbands schrieb jeder zweite stationäre Bekleidungshändler operativ Verluste, 18 Prozent lagen bei minus 5 Prozent oder schlechter. Im Schuhhandel sank das Marktvolumen von 11,66 auf 11,48 Milliarden Euro (minus rund 1,5 Prozent). Stationäre Schuhfachgeschäfte verloren knapp 4 Prozent Umsatz. 67 Prozent der Händler arbeiteten operativ defizitär, 37 Prozent mit minus 5 Prozent oder schlechter. „Die Entwicklung ist wirklich dramatisch und wir müssen aufpassen, dass noch bestehende stationäre Handels- und Versorgungsstrukturen unserer Branchen nicht vollends wegbrechen“, sagt BTE-Präsident Mark Rauschen.
Vor diesem Hintergrund fordert BTE-Präsident Rauschen von der Politik schnelle und nachhaltige Maßnahmen zur Ankurbelung des privaten Konsums. Der Verband fordert überdies steuerliche Entlastungen, niedrigere Energiekosten und einen konsequenten Bürokratieabbau. BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels sagt: „Hier muss der Knoten endlich durchschlagen werden.“ Zugleich appelliert der Verband an die Branche, Prozesse weiter zu optimieren und sich stärker in Innenstädten zu engagieren.

