Signalwirkung
Der Bundesverband des Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandels (BTE) lehnt Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent entschieden ab. „Die Modebranche ist bereits durch Umsatzrückgänge und Geschäftsaufgaben belastet. Eine Steigerung wäre ein fatales Signal“, sagt BTE-Präsident Mark Rauschen.
Laut BTE reagieren Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen. Dies würde die Nachfrage weiter dämpfen und Geschäftsschließungen im stationären Handel beschleunigen. „Der Textileinzelhandel muss atmen können. Es braucht Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Energiekosten – nicht weitere Belastungen“, betont Rauschen.
Zudem kritisiert der BTE die Sonderregelung für verkaufsoffene Sonntage am Zweibrücken Fashion Outlet. Das Pfälzische Oberlandesgericht erklärte die Durchführungsverordnung für verfassungswidrig, da der Flugplatz Zweibrücken seit 2014 keinen Linienflugverkehr mehr hat. „Die massive Ungleichbehandlung zulasten des stationären Handels muss enden“, fordert BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels. Der BTE verlangt von der Politik konstruktive Lösungen statt parteipolitischer Debatten. „Es braucht Senkungen grundlegender Belastungen – unverzüglich“, sagt Rauschen.


