Berliner Messen: Abwarten

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Entscheidung nicht vor Mitte April absehbar

„Als Messeveranstalter tragen wir eine große Verantwortung und handeln sehr umsichtig. Wir halten es daher für falsch, zu diesem Zeitpunkt eine feste Aussage darüber zu machen, ob PREMIUM und SEEK aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der daraus resultierenden Konsequenzen verschoben oder abgesagt werden müssen“, wenden sich Anita Tillmann und Jörg Arntz, die Chefs der Premium Group an die Branche. Es sei einfach zum gegenwärtigen Zeitpunkt unmöglich, die Länge und die vollen Auswirkungen der aktuellen Situation vorherzusagen. „Aus diesem Grund werden wir uns nicht vor Mitte oder Ende April dazu äußern“, heißt es weiter. Die Messemacher sprechen derzeit mit allen Geschäftspartnern. Auch stehe man mit den zuständigen Messeveranstaltern auf nationaler und internationaler Ebene in Kontakt, um alle Möglichkeiten zu prüfen und gegebenenfalls alternative Termine zu koordinieren.

Etwas optimistischer äußern sich Olaf Schmidt, Vice President Textiles and Textile Technologies und Thimo Schwenzfeier, Show Director Neonyt. „Derzeit gehen wir, das Management der Messe Frankfurt, davon aus, dass sich bis Ende Juni die Situation entspannt hat und wir das Event wie geplant und in einem sicheren, positiv gestimmten und nach vorne blickenden Umfeld im Tempelhof Berlin veranstalten können.“Allerdings seien Prognosen – auch die der Experten – derzeit äußerst schwierig zu treffen. Deshalb arbeite die Frankfurter Messegesellschaft im Hintergrund bereits an einem Plan B und steht im engen Austausch mit allen Marktteilnehmern und den zuständigen Behörden in Berlin. „Wir werden Sie und alle Beteiligten der Neonyt weiterhin frühzeitig und umfassend über den Planungsstand informieren, zumal uns bewusst ist, welch intensiver Aufwand die Event-Teilnahme für Sie darstellt. Voraussichtlich gegen Ende April wird sich mit Blick auf behördliche Auflagen entscheiden, ob die Neonyt wie geplant stattfinden kann oder verschoben werden muss. Die Absage der Panorama tangiert uns in unseren Planungen nicht“, heißt es abschließend.

Panorama-Chef Jörg Wichmann hatte zuvor mitgeteilt, dass im Sommer keine Ausgabe der Messe geplant sei: „Mit der weiteren Zuspitzung der aktuellen Situation um das Coronavirus müssen wir aber auch erkennen, dass es in den nächsten acht bis zehn Wochen keine Planungssicherheit geben wird, die wir, aber auch unsere Partner für die Durchführung eines überzeugenden Events im Sommer benötigen. Die derzeitige Entwicklung lässt uns leider keine Wahl. Wir mussten deshalb heute die Entscheidung treffen, die Ausrichtung der Panorama Berlin vom 30. Juni bis 2. Juli 2020 am Flughafen Tempelhof abzusagen“, so Wichmann. Alternativ beschäftige sich man mit einem digitalen Produkt. Erste Features sollen bis Mitte April stehen.