BTE: Überbrückungshilfe reicht nicht

Rolf Pangels ©BTE

Outfithandel

Der gesamte stationäre Outfithandel hat nach Berechnungen des BTE als Folge der verordneten Geschäftsschließungen und weiterer Beschränkungen wie „2G“ seit März 2020 rund 15 Milliarden Euro Umsatz verloren, teilt der Kölner Handelsverband BTE mit. Die staatlichen Unterstützungszahlen kompensierten 16 Prozent der Umsatzausfälle, 84 Prozent der Verluste trügen die Unternehmen, heißt es weiter. „Eine von einzelnen Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern vermutete Überkompensation der entstandenen Schäden ist daher absolut haltlos“, sagt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels. Er bezieht sich dabei auf Aussagen des Bundeswirtschaftsministeriums gegenüber der Fachzeitschrift „TextilWirtschaft“, wonach der stationäre Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel bislang rund 2,42 Milliarden Euro an Corona-Hilfen (ohne Kurzarbeitergeld) erhalten habe, der weitaus überwiegende Teil davon im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfe III.

Die staatlichen Hilfen für den stationären Modehandel seien bei weitem nicht ausreichend. Die konkrete Ausgestaltung der Überbrückungshilfen habe dazu geführt, dass viele Kosten nicht angesetzt werden konnten. „Es ist daher kein Wunder, dass nach einer BTE-Erhebung im letzten Jahr rund die Hälfte aller Mode-, Schuh- und Lederwarenhändler in den roten Zahlen gelandet sind“, sagt Pangels. „Tausende stationäre Unternehmen haben nur überlebt, weil die Inhaber ihre Rücklagen und Altersversorgungen aufgelöst haben.“