DIHK-Umfrage: Deutsche Firmen in den USA zuversichtlicher

Dr. Helena Melnikov ©DIHK / Trang Vu

Auslandsgeschäft

Deutsche Unternehmen in den USA bewerten ihre Geschäfte deutlich besser als im Frühjahr. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Deutschen Auslandshandelskammern (AHK), an der sich vom 5. bis 23. Oktober 2026 99 Unternehmen beteiligten. 64 Prozent bezeichnen ihre Geschäftslage als gut, nur fünf Prozent als schlecht. 59 Prozent rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit besseren Geschäften.

WERBUNG

41 Prozent wollen ihre US-Investitionen erhöhen, 48 Prozent zusätzliches Personal einstellen. 29 Prozent planen als Reaktion auf die US-Handelspolitik, Investitionen gezielt in die USA zu verlagern. Kein Unternehmen will den Markt verlassen.

Zölle und Handelsbarrieren blieben laut DIHK eine Belastung. 51 Prozent sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein wesentliches Geschäftsrisiko, vor drei Jahren waren es 34 Prozent. „Die Geschäfte laufen gut – nicht wegen der Zölle, sondern trotz ihnen“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Für den Standort Deutschland sei die Verlagerung ein Warnsignal. Hohe Energie- und Arbeitskosten, Bürokratie und langwierige Genehmigungen machten Investitionen hierzulande unattraktiver.