Handelsverbände fordern Soforthilfen

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Täglich über 10 Millionen Modeartikel unverkauft

Die Coronakrise und der damit verbundene Lockdown treffe den stationären Modehandel bis ins Mark, warnen die Handelsvebände Textil (BTE), Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Existenz von zehntausenden Boutiquen, Schuh- und Lederwarengeschäfte sowie Mode- und Warenhäuser und damit von Hundertausenden Arbeitsplätze sei bedroht. Nach Berechnungen der drei Handelsverbände würden an normalen Verkaufstagen im Durchschnitt täglich mehr als 10 Millionen Hosen, Shirts, Schuhe und Taschen verkauft, die nun nicht über die Ladentheke gehen. „Ende März dürfte die Summe der unverkauften, aber vom Handel bereits bezahlten Teile die 100-Millionen-Grenze überschritten haben“, sagt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.

Da im Modehandel eine kontinuierliche Warenbelieferung die Regel sei, komme immer mehr dazu. „Je länger die Schließung dauert, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Ware noch verkauft werden kann“, sagt Pangels. „Allein der Wertverlust der Ware ist für viele Händler ruinös! Sollte die Schließung über den April hinaus fortbestehen, rechnen wir nicht nur mit tausenden Insolvenzen in Textil-, Schuh- und Lederwarenbranche, sondern auch mit über einer Milliarde unverkaufter Artikel“, warnt Pangels und fordert neben schnellen Krediten auch finanzielle Soforthilfen. „Der Staat könnte zum Beispiel die Kosten für die bereits bezahlte Ware über einen Hilfsfonds übernehmen.“